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08.03.2021

Den Menschen in Indien Nahrung geben

Treis-Karden. In Indien trifft die Corona-Pandemie die Ärmsten der Armen ganz besonders. Es fehlt an Nahrung, an Geld, an Arbeit. Die Missionare vom heiligen Johannes dem Täufer, die in Leutesdorf bei Neuwied ihren Sitz haben und in Indien tätig sind, wollen diesen Menschen helfen und haben das Projekt „Wir lassen sie nicht alleine“ ins Leben gerufen, um die Not zu lindern und die Menschen in ihren alltäglichen Sorgen zu unterstützen. Hilfe dazu erhalten sie auch aus Treis-Karden. Hier hat die franziskanische Gruppe „Tautropfen“ zu einer Spendenaktion aufgerufen. Und fast 12.000 Euro sind zusammengekommen. Eine beachtliche Summe.
Indienhilfe I.jpg„Tautropfen“ sammeln fast 12.000 Euro für Hilfsprojekt in Kerala – Dankgottesdienst in der Kardener Stiftskirche

„Dieses Geld ist eine große Hilfe für die Menschen, die seit zehn Monaten keine Arbeit haben, für die Menschen, die nicht genug zu essen haben oder die am Straßenrand leben müssen“, meint Pater Majobi Amickattu MSJ, der Generalsuperior der Johannesmissionare, bei einem Dankgottesdienst in der Kardener Stiftskirche.

In bewegten Worten und mit Bildern schilderte er die Not in Indien, in Kerala, wo sein Orden tätig ist. „Die meisten Menschen sind von dieser Pandemie betroffen und haben ihre Arbeit verloren. Sie verdienen kein Geld. Keine Arbeit heißt aber auch keine Nahrung“, erzählt er. Darum seien die Johannesmissionare dankbar für jede Unterstützung. „Ihre helfende Hand hilft auch uns, um für die Menschen in Indien da zu sein“, unterstrich der Generalobere, der auch in der Pfarreiengemeinschaft Ulmen als Kooperator tätig ist.

Mit den Spenden hat die Ordensgemeinschaft Lebensmittelpakete mit Reis, Öl, Zucker, Salz, Masala und Teepulver erworben. 15 Euro kostet so ein Paket. Mit dem aus Treis-Karden gespendeten Geld hätten 1070 Familien in 23 Pfarrgemeinden Lebensmittel in Indien erhalten, freut sich Pater Majobi. „Damit konnten wir vielen Notleidenden helfen“, betont er.

Die franziskanische Gruppe „Tautropfen“ hatte zu diesem Dankgottesdienst eingeladen, an dem unter anderem auch Landrat Manfred Schnur teilnahm. Seit fast 30 Jahren ruft die Gruppe immer wieder im Vorfeld ihres Franziskusfestes zu Spenden auf, in 28 Jahren sind so mehr als 200.000 Euro zusammengekommen für Hilfsprojekte überall in der Welt. Und auch, wenn in diesem Jahr das Franziskusfest aufgrund der Pandemie nur im kleinen Rahmen gefeiert werden konnte, so war die Spendenbereitschaft der Menschen rund um Treis-Karden wieder groß, wie die Spendensumme für Indien zeigt. „Das war für uns auch ein schönes Erlebnis“, so Dekanatsreferentin Dietlinde Schmidt von der Gruppe „Tautropfen“.

Indienhilfe II.jpgIndienhilfe III.jpg

Und auch die Johannesmissionare waren gerührt über die Hilfsbereitschaft der Menschen aus der Region. „Diese Spenden haben die richtigen Personen erreicht“, so Pater Majobi. Als kleines Dankeschön gab es von der Ordensgemeinschaft für die „Tautropfen“ eine Kiste mit Leutesdorfer Wein.

Dieter Junker

Admin - 16:21 @ Allgemein, Tautropfen