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Presse

Presse - Tautropfen - Franziskanische Laiengemeinschaft

Stummes zum Klingen bringen


Unter diesem Motto hatte die franziskanische Gruppe „Tautropfen“  zum 28. Franziskusfest am Sonntag, den 04. Oktober 2020 nach Karden eingeladen.

Das Fest begann um 10.30 Uhr mit einer Eucharistiefeier in der Stiftskirche

St. Castor, in der Dekanatsreferentin Dietlinde Schmidt im Namen der Gruppe trotz der Coronapandemie zahlreiche Besucher/innen willkommen heißen konnte. Ganz besonders begrüßte Schmidt unter den Gästen Herrn Landrat Manfred Schnur, Herrn Verbandsbürgermeister Lambertz und Bürgermeister Bleser. Darüber hinaus begrüßte sie den aus Indien stammenden Zelebranten Kaplan Pater Bejeesh.

Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte die Gruppe „Tautropfen“ an die Szene aus der Lebensbeschreibung des Hl. Franziskus nach Thomas von Celano, bei der er beobachtet wurde als er ein dürres Holz in die Hand nahm, es wie eine Geige an den Hals hielt und darauf mit einem Bogen zu spielen begann. Dazu sang er Lieder und bewegte sich zur Musik. Er brachte damit Stummes zum Klingen. Ein Bild des bereits verstorbenen Künstlers Ernst Alt, das die Szene aus dem Leben des Hl. Franziskus aufgreift, stand im Altarraum. Die dürren Äste in den Händen des Heiligen erinnern an vertrocknete Beziehungen, verbrauchte Lebensenergie, verstummte Kommunikation. Sie sind Symbole für die harten Realitäten, das brutal Faktische in Welt, Gesellschaft und im eigenen Leben, das halt so ist, wie es ist, und an dem man oft nichts ändern kann. Da provoziert das Bild des Heiligen, der zwei stumme Hölzer wie eine Geige führt und dabei zu singen und zu tanzen anfängt. Aber es weckt zugleich Sehsüchte. Wenn das gelingen könnte: Im Alltäglichen und Normalen eine Melodie entdecken, die beschwingt und in Bewegung bringt; Abgestorbenes so anfassen, dass es wieder lebendig wird; mit Dürrem so umgehen, dass es wieder Hoffnung treibt; Verstummtes zum Klingen bringen und dabei selbst ins Tanzen kommen. So etwas kann geschehen, wo Gott Menschen persönlich anrührt.


Nach dem Evangelium, das von der Heilung eines Taubstummen handelte, deutete die Gruppe das Evangelium in das alltägliche Leben hinein. Vier Beispiele machten deutlich, wie Stummes zum Klingen gebracht werden kann: Eine Geige erklingt nur, wenn sie aus den Geigenkasten genommen wird und gespielt wird, wenn Menschen sich nichts mehr zu sagen haben, kann der Hl. Geist die Beziehung wieder in Bewegung bringen, eine angesichts der Todesnachricht von ihrem im Krieg gefallenen Ehemann verstummte Frau, beginnt wieder zu reden als ihre Enkel geboren wurden und schließlich: Das Wort Gottes bleibt stumm, wenn Menschen es nicht zum Klingen bringen, indem es durch ihr Leben hindurchtönt. Musikalisch wurde der Gottesdienst von einer Band mitgestaltet  (Andrea Valerius, Alflen, Flöte, Agnieska Hoepp,  Treis und Frank Hoffmann, Masburg, Gitarre und Josef Ibald, Müden, Keyboard),  die die Besucher und Besucherinnen mit ihrem Rhythmus begeisterte, durch meditative Musik in die Stille führte und zum Mitsingen animierte. Frau Brigitte Bauer beeindruckte die Gottesdienstbesucher mit ihren virtuosen Violinstücken, die die Geige aus dem Geigenkasten zum Klingen brachten und damit auch die Herzen der Menschen berührte.


Pater Bijeesh informierte in einer Präsentation über das Spendenprojekt der Gruppe „Tautropfen“ für Coronaopfer in Kerala und sang am Ende des Gottesdienstes das franziskanische Friedenslied auf indisch, was die Gottesdienstbesucher innerlich sehr bewegte.


Am Ende des Gottesdienstes lud Dekanatsreferentin Dietlinde Schmidt alle Mitfeiernden zu einem kleinen Umtrunk ins nahegelegene Stiftsmuseum ein. Die Gruppe „Tautropfen“ hatte bereits im August zu einer Spendenaktion für Coronaopfer in Kerala/Indien aufgerufen, die von den Johannesmissionaren in Leutesdorf überbracht wird, zu denen auch Pater Bijeesh gehört.   Dieses Projekt läuft noch bis mindestens Mitte November weiter. Dank der vielen Spenden im Vorfeld des Festes und der Kollekte im Gottesdienst, kamen bis jetzt 9050,75€ zusammen. Den genauen Endbetrag werden wir dann in Kürze veröffentlichen. So kann mit diesen Geldern dafür gesorgt werden, dass Menschen, im südwestlichen Indien trotz Corona, eine Überlebenschance haben.  Die Aktion läuft noch bis Mitte November weiter. Wer noch spenden möchte, kann das Geld auf folgendes Konto überweisen:

Empfänger: Bistum Trier /Dekanat Cochem / Tautropfen

Sparkasse Mittelmosel IBAN: DE23 5875 1230 0032 4261 32 unter dem Verwendungszweck: Hilfe für Coronaopfer  in Indien


Allen Gästen des Festes und allen Spenderinnen und Spendern sagt die Gruppe „Tautropfen“ ein herzliches Dankeschön, auch im Namen der Menschen, denen diese Spendengelder zu Gute kommen.

Poster aus Privatbeständen - © Bild: Ernst Alt